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Osterspaziergang einmal anders

Am Ostermontag war es soweit. Acht Mitglieder der Bezirksgruppe Leipzig machten sich mit ihren Hunden und frohen Mutes auf den Weg gen Bayern, nach Schauflingen zum Edhof. Eingeweihte wissen bereits bei den Worten „Schauflingen“ und „Edhof“, worum es geht. Hier kann es sich nur um einen Fährtenlehrgang mit Paul Kufner handeln. Genau so war es auch. Gut vorbereitet und organisiert von Jane Heber nahmen wir zum zweiten Mal die Gelegenheit wahr, uns von Paul Kufner in die Tiefen und Geheimnisse der Fährtenarbeit führen zu lassen.

Der Wettergott meinte es in diesem Jahr gut mit uns. Dort, wo im vergangenen Jahr verschneite Wiesen und Wälder sowie schmale Straßen vorherrschten, erfreuten uns nun Sonne, blauer Himmel und blühende Bäume. Nichts war von einer über einem Meter hohen Schneedecke wie im letzten Jahr zu sehen. Uns hat es gefreut.

Gegen Mittag am Anreisetag waren alle Teilnehmer wohlbehalten eingetroffen. Zur verabredeten Zeit erschien Paul Kufner betreffs einer Vorabsprache für die folgenden Tage. Dienstag, halb 10 Uhr ging es los mit der Fährtenarbeit. Zu Beginn wurde der Leistungsstand eines jeden Hundes begutachtet. Dieser bildete die Basis für die weitere Arbeit an den kommenden Tagen. Hier gab es schon die ersten Überraschungen. Manch einer musste in der Fährtenarbeit einen Schritt zurückgehen, andere konnten an ihrem erreichten Potential anknüpfen und weitermachen.

Alle Teilnehmer, Anfänger als auch Fortgeschrittene, wurden von Paul Kufner in der gleichen Ausdauer und Intensität betreut. Keine der gestellten Fragen blieb unbeantwortet. Ging es den Neulingen auf dem Gebiet der Fährtenarbeit um grundlegende Dinge – wie viel Futter sollte gegeben werden; wann beginnt man mit dem Futterabbau; wie häufig sollte die Fährtenarbeit betrieben werden in der Woche – focusierten sich die Fragen im „Fortgeschrittenen-Lager“ auf spezielle Sachen wie unter anderem dem langsamen Weitersuchen nach dem Verweisen eines Gegenstandes, dem IPO2-Abgang oder dem gerade Verweisen des Gegenstandes und vielem mehr.

Nach einer Pause für Mensch und Tier folgte an den Nachmittagen der Unterordnungsteil. Auf Wünsche und Probleme wurde von Paul Kufner auch hier individuell eingegangen.  Der Fortschritt war am Ende der Ausbildungswoche nicht zu übersehen. So erfolgte die Sitz- und Platzübung bei dem einen Hund schnell, ein anderer brachte das Bringeholz ohne Aufsetzen an der Hürde zurück und alle Anfänger der Bringeholzarbeit erreichten den von Paul vorhergesagten Leistungsstand. Die Hunde hielten am Sonnabend das Holz bzw. trugen es an der Leine mit anschließender Sitz-Übung. Was will man mehr.

Damit aber nicht genug. Am späten Nachmittag eines jeden Tages ging es zum Schutzdienst auf den Hundeplatz der Übungsgruppe Deggendorf. Freundlich und offen wurden wir von den dortigen Mitgliedern aufgenommen. Es gab keine größeren Verständigungsprobleme zwischen Sachsen und Bayern, wer hätte das gedacht.

Unter der Anleitung von Siggi und Karl-Heinz schaffte sich ein jeder Teilnehmer im Schutzdienst. Auch hier wurde gezielt auf die Schwächen eines jeden Teams (Teilnehmer und Hund) eingegangen sowie Lösungsansätze geboten.

Ein pauschales Herangehen an bestehende Probleme gab es nicht. Das ist nicht zuletzt dem mannigfaltigen Erfahrungsschatz eines Paul Kufners in der Hundeausbildung  als auch seiner beiden Helfer Siggi und Karl-Heinz im Schutzdienst und der Unterordnung zu verdanken.

Des öfteren kam es bei dem einen oder anderen Teilnehmer zu einem AHA-Effekt. Immer genau dann, wenn er etwas hörte bzw. gesagt bekam, was ihm schon im vergangenen Jahr nahe gelegt wurde. Es geriet nur in Vergessenheit im Lauf der Zeit.

Das Beste aber auf dem Hundeplatz in Deggendorf war die Verpflegung. Christine sorgte täglich mit ihren Helfern für ein schönes, abwechslungsreiches und wohlschmeckendes Angebot. Dieses sagte uns allen so gut zu, dass der geplante Gang zum Abendbrot in die Gaststätte immer entfallen musste. Keiner hat das bereut.

Am Ende eines jeden Tages waren Frauchen bzw. Herrchen geschafft, zufrieden und glücklich.

Im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier wurde ein jedes Team an Hand der gezeigten Leistungen von Paul, Siggi und Karl-Heinz analysiert und Vorschläge für die aufbauende und weiterführende Arbeit in allen drei Disziplinen gegeben. Reich an neuen und alten Erfahrungen traten wir am Sonnabendmittag die Heimreise an. Vielen Dank  an Christine, Paul, Siggi und Karl-Heinz für die von Euch geopferte Zeit und Arbeit. Wir wissen das sehr wohl zu schätzen. Im Geheimen hoffen alle Teilnehmer auf eine Neuauflage dieses Lehrganges im folgenden Jahr.

Peter Kräußlein

Frank mit Arlos vom Heberhof

 

Kaffepause mit Paul

 

Vor Fährtenbeginn: Jane und Mandy mit Gini vom Völkerschlachtdenkmal

 

Unterordnung – Erklärung von Paul

 

Nach der Fährtenarbeit: Sofortige Auswertung für Hundeführer G. Fehse mit Cherom vom Brahmetal

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