|
Schauflingen
2008 Am 06.04.2008 war es endlich so weit. 13 Mann aus der Bezirksgruppe Leipzig
(Seifertshain) mit insgesamt 12 Hunden unterschiedlichster Rassen machten
sich nun schon teilweise zum dritten Mal in dieser Formation auf die Reise
zum „Edberg Hof“ in
Schauflingen (Bayrischer Wald). Das Wetter für die teilweise über 400 km lange Anreise war alles andere
als vielversprechend. Schauer aus Schnee und Graupel wechselten einander ab.
Kein gutes Ohmen, aber alle Teilnehmer erreichten wohlbehalten das Ziel. In Bezug auf die demographische Verteilung der Hunde waren wir gut
aufgestellt. Vom vier Monate alten Welpen, unserem „kloanen Star“ (z.
dt. kleiner Star), bis zu neun Jahre alten Hunden war altersmäßig alles
vertreten. Bei der
Geschlechtsverteilung sah es nicht so harmonisch aus. Unter den
12 teilnehmenden Hunden gab es nur eine Hündin, Gini v. Völkerschlachtdenkmal.
Diese brauchte sich über vierbeinige Verehrer nicht zu beklagen. Die
Rasseverteilung gestaltete sich wie folgt: ein Akita Inu, ein Eurasier, ein
Dobermann, ein Labrador-Mix und der Rest alles Hovis in den Farbschlägen
blond und schwarzmarken.
Was gab es aufregendes in Schauflingen?
Auf dem Programm stand, wie auch in den zurückliegenden Jahren, Fährtenarbeit,
Unterordnung und Schutzdienst. Paul Kufner übernahm dabei die Beobachtung und Auswertung
der Fährten- und Unterordnungsaktivitäten. Der Schutzdienst wurde am späten
Nachmittag auf dem Platz der Arbeitsgruppe Deggendorf unter Anleitung von
Siggi Schmalhofer und Karl-Heinz Obermeier abgehalten. In der Regel begann die Arbeit früh um 09:00 Uhr mit dem Legen der Fährten
für unsere FH-Hunde. Pünktlich 10:00 Uhr kam Paul auf den „Edberg Hof“
und es begann die Arbeit mit den Hunden aus der „Mittelschule“ betreffs
Fährtenarbeit. Mit der gezeigten Fährtenleistung
der Hunde war Paul zufrieden. Die größten Probleme wurden von den
zweibeinigen Begleitern am Ende der Fährtenleine verursacht bzw. schon beim
Legen der Fährte. Das brachte Paul in seiner gewohnten Art und Weise auch
klar zum Ausdruck. Im Mittel befand sich der Leistungsstand aber auf einem höheren
Niveau als ein Jahr früher. Das spricht natürlich auch für die geleistete
Arbeit im zurückliegenden Jahr. Gerhard Fehse hat daran einen nicht
unerheblichen Anteil und Paul würdigte sein Engagement mit den Worten, dass
er sich uns bei Gerhard in guten Händen wisse. Ein solches Lob aus dem
Munde von Paul Kufner wiegt mindestens genau so viel wie der BOB einer CACIB,
so zumindest die Meinung der Anwesenden. Der jüngste Teilnehmer auf vier Pfoten war Cliff vom Himmelgarten mit vier
Monaten. Für ihn begannen mit den Anbahnungsfährten die ersten Schritte
auf diesem Gebiet. Er machte dabei keine schlechte Figur und auch sein
sicheres und gutes hundliches Wesen blieben Paul nicht verborgen. Das
wiederum lies die Brust seiner stolzen Besitzer schlagartig „wachsen“. Nach der Mittagspause ging es zur Unterordnung. Im Vergleich mit den Lehrgängen
der beiden vorangegangenen Jahre war diese Unterordnung in Punkto Intensität
und zeitlichem Umfang wohl die Härteste. Im Mittelpunkt standen dabei das
enge Fuß-Gehen, die Sitz- und Platz-Übung, die Voraus-Übung und das
Bringeholz über die 1m- und Schrägwand. Vor allem die Voraus- und die
Bringeholzübungen ließen nicht nur bei unseren vierbeinigen Freunden den
Pulsschlag ansteigen, sondern auch die Hundeführer kämpften mit Schweißperlen
und gestiegenem Herzschlag. Arlos, Zeus und Calle träumen bestimmt heute
noch von diesen schönen Tagen. Aber
es hat sich gelohnt. Am Ende der Woche war der gewonnene Fortschritt nicht
zu übersehen und die Anwärter für die kommende VPG-Prüfung konnten das
ein oder andere Problem abhaken. Auch unser „kloaner Star“ machte bei der Unterordnung die ersten
Gehversuche. Das war aus seiner Sicht etwas
sehr schönes. Es gab ja ausreichend Leckerlies. Sein Herrchen wird das wohl
anders bewerten, denn er musste auf Grund der noch fehlenden Größe von
Cliff den Rücken im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön krumm machen. Wer wollte, der konnte nach dem an Vor- u. Nachmittag erbrachten Leistungen
noch mit nach Deggendorf auf den Hundeplatz der Arbeitsgruppe Deggendorf
fahren und am Schutzdienst teilnehmen. Diese Gelegenheit nahmen fast alle
Teilnehmer war, mit Ausnahme unseres jüngsten Teilnehmers auf Grund seines
Alters und Aramis, dem Eurasier. Diese Disziplin sagte ihm gar nicht zu. Antai, unser Akita Inu, führte hier in einer anschaulichen Demonstration
seine hohe Reizschwelle und seinen sturen Kopf vor. Siggi musste ihm wohl
mindestens fünf Minuten ununterbrochen seine ganze Aufmerksamkeit widmen,
bis Antai sich gemüßigt fühlte, nach dem Lederlappen zu schnappen.
Letztendlich tat er es, getreu dem Sprichwort: Der Klügere gibt nach. Das Beißverhalten im Allgemeinen und die Festigkeit des Bisses sind in
dieser Woche die Schwachpunkte gewesen.
Damit steht der Focus für die zukünftige Arbeit im Schutzdienst
fest. In drei Wochen gibt es ein Wiedersehen mit Siggi und Karl-Heinz zu
einem Wochenendlehrgang in Seifertshain.
Eventuell können wir bis dahin Fortschritte im Beißverhalten bei
unseren Hunden aufweisen. Am Freitagabend gab es bei Gegrilltem aus dem Hause OPITZ (war lecker) und
gemütlichem Beisammensein eine zusammenfassende Auswertung für jeden
einzelnen teilnehmenden Hund durch Paul für Fährte und Unterordnung sowie
Siggi für den Schutzdienst. Keiner kann sagen, dass er mit leeren Händen
nach Hause fährt. Ein Jeder sollte mehr denn je nach dieser Woche seine Stärken
und Schwächen in Bezug auf die Hundeausbildung kennen. Von Paul wurden für
jeden Einzelnen Wege und Lösungsansätze zu den Schwachpunkten aufgezeigt.
Diese nun im weiteren Verlauf sauber in die Praxis umzusetzen ist die zukünftige
Herausforderung. Das Alter der Hunde sollte bei allem Ehrgeiz des Hundeführers
nicht ohne Beachtung bleiben. Was man in der Jugend vermasselt, ist im Alter
schwer gerade zu biegen (gilt wohl nicht nur für unsere Vierbeiner).
Bis zum späten Freitagabend meinte es der Wettergott sehr gut mit uns.
Abgesehen vom Montag, wo er uns sehr mit Schnee- u. Graupelschauern auf der
Wiesen ärgerte, beschenkte er uns an den Folgetagen reichlich mit Sonne und
blauem Himmel, was optisch auch durch die sich geänderte Gesichtsfarbe zu
erkennen war. Der einsetzende leichte Regen Freitagnacht kümmerte uns dann
wenig, denn am darauf folgenden Morgen ging es ab in Richtung Heimat. Dieser Lehrgang, Schauflingen 2008 mit Paul Kufner, hinterließ bei allen
recht positive Eindrücke. Danke sagen möchten wir Paul. Er versetzte uns mit seinem unerschöpflichen
Erfahrungsschatz und seiner Kondition mehr als einmal in Erstaunen. Er ließ
es sich nicht nehmen, jede Fährte mit zu begutachten und das waren pro Tag
mindestens 10 Fährten unterschiedlicher Länge. Auch bei der Unterordnung
war Paul immer am Ort des Geschehens. Danke sagen wir auch der Arbeitsgruppe Deggendorf dafür, dass wir ihren
Platz „belagern“ durften und den gewohnten Übungsbetrieb leider etwas
durcheinander brachten. Danke sagen wir nicht zu letzt Christine für die sehr gute Bewirtung sowie
Siggi und Karl-Heinz für die geopferte Zeit und die tatkräftige Unterstützung
im Schutzdienst. Wir alle hoffen auf eine weitere Folge im nächsten Jahr…. Peter Kräußlein |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||